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Tritops Urlaubspage - Reisebericht Ägypten 1996


Tempel von Esna

Nil

Am nächsten Morgen ging es endlich los, Entspannung an Deck während die Landschaft vorüberzog. Doch gegen Mittag erreichten wir schon unseren nächsten Tempel: Der Tempel des widderköpfigen Schöpfergottes Chnum in Esna, der gut zu Fuß zu erobern ist.

Esna

Der Tempel ist mitten in der Stadt gelegen, umbrandet vom tosenden Basarleben. Bis 1842 war er bis zum Dach im Schutt verborgen. Der heute sichtbare Pronaos ist aus relativ junger Zeit, er wurde von römischen Kaisern ab 41 n. Chr. errichtet. Ursprünglich geht die Entstehung bis zu Ptolemäus VI zurück, also bis ins 2. Jh. v. Chr. Die Rückwand des Pronaos stammt aus dieser Zeit, der Rest ist jedoch noch unter der Stadt begraben.

Pronaos

Die riesige Fassade erreicht eine Breite von 40 Metern, die Höhe beträgt ca. 17 Meter. Vier Reihen sechs 12 Meter hoher, reich verzierter Säulen mit Kompositkapitellen tragen die Decke, auf der sich astronomische Darstellungen befinden.

Säule

Gerade die Darstellungen vom Tempelgründungsritual sind heute von großem Wert für die Ägyptologie. Leider hat auch dieser Tempel, wie so viele Baudenkmäler in Ägypten, mit Grundwasserproblemen zu kämpfen. Hinzu kommen hier noch die Abwässer der darüber lebenden Menschen, sodass eine Erhaltung auf Dauer ziemlich schwierig wird (siehe Foto unten).

Grundwasserprobleme

Nach einem kleinen Bummel durch den sehr touristisch angehauchten Basar ging es wieder auf das Schiff Richtung Edfu.

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