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Tritops Urlaubspage - Reisebericht Ägypten 1996


Luxor-Tempel

Nil

In der Dämmerung fuhren wir von Kom Ombo direkt nach Luxor zurück, das wir am nächsten Tag gegen Mittag erreichen sollten. Am Nachmittag dann die Besichtigung des Tempels von Luxor.
Dem von Amenophis III um 1500 v. Chr. begonnene Luxor-Tempel werden heutzutage zwei Funktionen zugeordnet. Einmal die Abhaltung des Opet-Festes, bei dem die Barke des Amun-Re im zweiten Überschwemmungsmonat in einer Prozession vom Karnak-Tempel durch die 3 km lange Sphingen-Allee zum Luxor-Tempel getragen wurde und auf Nilschiffen wieder zurückkehrte. Zum Zweiten die Erhebung des Pharao in den göttlichen Stand. Der Tempel stellte die mythische und religiöse Macht des Pharao im Neuen Reich dar. Er war also eigentlich eher eine Kultbühne. Die Ausgrabungen haben im Jahr 1885 begonnen und sind bis heute nicht abgeschlossen. Ein großer Teil des Tempelareals wurde schon ein Opfer des Nils, der seinen Lauf langsam nach Osten verlagert.

Erster Pylon

Natürlich hat sich hier auch der Herrscher Ramses II verewigt. Einst standen 6 Statuen vor dem 1. Pylon, der 24 Meter hoch und 65 Meter breit ist. Der 25 Meter hohe Obelisk aus Rosengranit steht vor dem Ostturm. Den Sockel zieren 4 Paviane. Das Gegenstück vor dem Westturm wurde 1836 von Muhammad Ali Frankreich geschenkt. Es steht heute auf der Place de la Concorde in Paris. Obelisk heißt übrigens griechisch "Bratspießchen".

Säulensaal

Geweiht ist der Tempel den Göttern Amun (Thebens Lokalgott), Mut (Mutter des Sonnengottes Amun-Re) und Chons (Ratgeber und Vertreiber von bösen Geistern). Auf dem Foto der Säulensaal, ein wahres Papyrusdickicht.

Ramses II

Überall im Tempel finden sich Statuen von Ramses II, hier wieder in der Haltung der Lebenden (geöffnete Beine und offene Arme). Etliche Statuen stammen noch aus der Zeit Amenophis III, Ramses hat ihnen einfach seinen Namen gegeben. Die meisten Pharaonen werden durch die Statuen mit idealisierten Gesichtszügen dargestellt, die nicht dem wahren Aussehen des jeweiligen Herrschers entsprachen.

Ramses II und Nefertari

Ramses II mit seiner Lieblingsfrau Nefertari (die Schönste der Schönen).

Papyrusbündel-Säulen

Auch die uns schon bekannte Pharaonin Hatschepsut hat sich in diesem Tempel verewigt. Rechts auf dem Foto die Granit-Kapelle aus der 18. Dynastie stammt von ihr. Bemerkenswert sind hier die Papyrus-Kapitelle die dem Pflanzenvorbild viel mehr ähneln als die Säulen des Säulenhofes Ramses II links, die aus viel jüngerer Zeit stammen. Hier sind die Säulen glatt und viel wuchtiger.

Restauration

Auch dieser Tempel hat mit Grundwasserproblemen zu kämpfen. Um die Substanz zu retten werden die Säulen zerlegt und in betonierte Fundamente gesetzt. Die Restaurierungsmaßnahmen verschlingen eine Unmenge an Geld und werden auch durch den Tourismus mitfinanziert. Eine der wenigen positiven Seiten der Besucherströme.

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