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Tritops Urlaubspage - Reisebericht Ägypten 1996


Tempel der Isis von Philae

Isis-Tempel

Der Isis-Tempel von Philae steht seit 1979 auf der Nachbarinsel Agilkia. In einer Rettungsaktion der UNESCO wurde die Tempelanlage vor den Fluten des Stausees gerettet.

Nilmesser

Hier ist wieder mal ein "Nilometer", eine Anlage zur Messung der Hochwasserhöhe des Nils zu sehen. Ein Nilmesser ist fast in jedem Tempel zu finden. Je höher der Nil stand, desto höher wurden die Steuern und Abgaben der Bevölkerung berechnet, da mit einer guten Ernte zu rechnen war.

Erster Pylon

Der 1. Pylon ist 18 Meter hoch und 45,5 Meter breit. Er zeigt traditionsgemäß Ptolemäus XII beim Schlagen der Feinde. Kleopatras Vater vollendete das gut 200 Jahre früher von Ptolemäus II begonnene Werk (3. Jh. v. Chr.).

Dreisprachenstein

Eine Nachbildung des berühmten Dreisprachensteins aus Rosengranit. Champollion gelang mit Hilfe des Steins von Rosette die Entzifferung der Hieroglyphen. Der Text stellt demotische, griechische und hieroglyphische Schriftzeichen dar.

Kiosk des Trajan

Der Kiosk des Trajan. Er diente während der Kaiserzeit als Stationsheiligtum für die Götterbarke, die auch hier in Prozessionen durch den Tempelbezirk getragen wurde.

Zweiter Pylon

Auf dem 2. Pylon sind Opferszenen Ptolemäus XII dargestellt. Durch ihn betritt man das Allerheiligste. Der Tempel ist neben Isis noch Horus und Amun geweiht.

Die Bedrohung Philaes begann bereits mit dem Bau des alten Assuan-Dammes. Er wurde zwischen 1898 und 1902 errichtet und ist 24 km lang. Nach zweimaliger Erweiterung ist die Granitmauer heute 51 Meter hoch, an der Basis 35 Meter und an der Krone 12 Meter breit. Wenn im Herbst die 180 Schleusentore geschlossen wurden, versank der Tempel in den Fluten. Die Farben der Reliefs wurden zerstört, doch der Sandstein wurde durch Ausschwemmung der Salze härter. Seit der Einweihung des neuen Dammes war der Tempel seit 1964 einem bis zu 6 Meter variierendem Pegel im Bassin zwischen den Dämmen ausgesetzt. In einem ägyptisch-italienischen Konsortium wurde der Tempel in nur 30 Monaten auf die Granitinsel Agilkia versetzt. Er wurde in 37363 Einzelblöcke zersägt, die Kosten betrugen 30 Millionen US-Dollar. Dies ist schon sehr beeindruckend, aber nichts zu dem, was uns am nächsten Tag noch erwartete.

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