|
Nach
geruhsamer Nacht der Start zu einer langen Fahrt entlang der Nordküste bei Regenwetter und nur kurzen Besichtigungsstopps. Wieder mal ein Tag im Auto.
Eine Kirche in
Húsavík ganz aus Holz. Húsavík ist ein gepflegtes kleines Städtchen
am Skjálfandi. Fischereihafen, sehr liebevoll angelegte Gärten. Die
Lupinen werden auf Island häufig angebaut, um den kargen Boden
mit Stickstoff anzureichern.
Die
Landschaft an der Nordküste kam mir auf Dauer schon etwas eintönig vor, na ja vielleicht lag das am Regen. Nach endlosen Kilometern brachte
ein Einkaufsbummel in Akureyri etwas Abwechslung. Die Sonne kam durch und die Laune stieg sofort. Hier wurde der unvermeidliche Islandpullover erstanden.
Die Wolle für diese Pullover wird nicht behandelt, darum bleibt das natürliche Wollfett erhalten und das Wasser perlt ab. Optimale Kleidung für dieses
Klima. Er wurde ab jetzt mein liebster Begleiter auf der Tour. Während einem Museumsbesuch konnten wir noch eindrucksvoll die Tier- und Pflanzenwelt
Islands bestaunen.
Und weiter ging
es. Relativ früh kamen wir zu unserem Quartier: Reykir am Hrútafjördur,
ein wunderschöner Fjord.
Ein
ausgedehntes, geselliges Abendessen und mein erster Kontakt mit dem berühmten Brennivín, dem "schwarzen Tod", Islands Nationalschnaps. Gebrannt
aus der Echten Engelwurz. Man trinkt den Schnaps zum Essen, nicht erst hinterher. So kommt man auf gut 3 - 4 Stamperl. So wurde es immer lustiger und
irgendwann sah mal jemand aus dem Fenster, da war es schon bald 23.30 Uhr. Und da sich ein Hot-Pot direkt am Fjord befand,
saßen plötzlich alle im warmen Wasser. Ein toller Sonnen-... na ja, Untergang kann man eigentlich nicht sagen, die Sonne war nur knapp 1 Stunde nicht
zu sehen. Sonne in der Nacht, Brennivín und Hot-Pot: That's life, you know! (Sorry, aber das verstehen nur Eingeweihte ;-))
Nach der wohl
kürzesten Nacht der Tour habe ich dann dementsprechend "fit"
die Stimmung am nächsten Morgen eingefangen!
|