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Das Katharinen-Kloster
Die Adelstochter Dorothea wurde 294 n. Chr. in Alexandria geboren. Nach
ihrem Wechsel zum Christentum wurde sie auf den Namen Katharina getauft. Trotz vielfacher späterer Folter verleugnete sie nie ihren
Glauben und wurde deswegen im Jahr 305 enthauptet. Nachdem sie 500 Jahre in Alexandria bestattet war, hatte angeblich ein Mönch aus
dem Sinai eine Vision, stieg auf den Katharinen-Berg und fand dort ihren unversehrten Leichnam.
So wurde an In 1570 Metern Höhe liegt das aus rotem Granit erbaute
Kloster, das fast wie eine Burganlage wirkt, am Fuß des Katharinen- und des Moses-Berges. Ein sakrales Bollwerk gegen die feindlichen Nomaden-Stämme
der Umgebung und gegen den Islam. Durch zahlreiche Schenkungen und umfangreiche Sammlungen hat die "kleinste Diözese der Welt" eine große
Berühmtheit in der christlichen Welt erlangt. Sehr wertvoll ist vor allem die Ikonen- und Handschriftensammlung. Im
Inneren erinnert das Kloster fast an ein mittelalterliches Städtchen.
Leider ist nur ein kleiner Teil zu besichtigen, was aber auf Grund der
Touristenmassen auf engstem Raum auch durchaus verständlich ist. Neben
der Basilika der Verklärung Christi befinden sich noch rund 20 kleine
Kapellen auf dem Klosterareal. Die Basilika ist zur Besichtigung freigegeben
und beherbergt zahlreiche Kunstschätze auf kleinstem Raum: Ikonen, durch
Glasscheiben geschützt. So entsteht eigentlich eher der Eindruck, man
ist in einem Museum und nicht in einer Kirche. Besondere Kleinode sind
auch die riesigen Zedernholztüren im fatimidischen Stil. Der Innenraum
der dreischiffigen Basilika ist 40 Meter lang und 20 Meter breit und durch
Säulenreihen unterteilt. Er ist mit viel Gold verziert und mit zahlreichen
sakralen Gemälden, Fresken und Mosaiken ausgestattet. Fotografieren ist
nicht erlaubt.
In
der Bibliothek und im Alten Refektorium befinden sich noch weitere Klosterschätze,
die allerdings dem Publikum nicht zugänglich sind. Wer mehr Zeit hat, kann auch in dem Dörfchen Migla (St. Katharina) unweit des Klosters eine Unterkunft buchen. Hier befindet sich auch ein nationaler Flughafen. Von hier aus kann man die etwa dreistündige Besteigung des Moses-Berges wagen und auf den Sonnenaufgang warten. Allerdings schrecke ich vor so was zurück, wenn ich höre, wie viele Menschen sich da oben auf dem Gipfel drängen und sich den "besten" Platz streitig machen. Der Aufstieg auf den Katharinen-Berg ist auch möglich, erfordert allerdings mehr Kondition und dauert ca. 6 Stunden. Mein Geheimtipp für individuelle Ausflüge auf dem Sinai mit liebevoller Gästebetreuung:
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